Zuletzt geprüft:
Scaleway ist ein europäischer Cloud-Anbieter mit Sitz in Paris und eine Tochtergesellschaft der Iliad-Gruppe. Das Unternehmen richtet sich an Entwickler mit einer breiten Plattform aus Compute-Instanzen, Bare Metal, Storage und Serverless-Produkten, die durchgängig auf europäischem Datenstandort aufbaut. Für Self-Hoster, die eine entwicklerfreundliche EU-Cloud suchen, untersucht dieser Test, was Scaleway bietet.
Überblick über Scaleway
Scaleway betreibt Rechenzentren in Frankreich, den Niederlanden und Polen und hält die Infrastruktur damit innerhalb der Europäischen Union. Die Compute-Instanzen gibt es sowohl in x86- (AMD EPYC) als auch in Arm-Architektur, sodass Self-Hoster zwischen breiter Kompatibilität und energieeffizienten Arm-Kernen wählen können. Die Plattform ist klar auf Entwickler ausgerichtet, mit einer aufgeräumten Konsole, einer API und Unterstützung für Infrastructure-as-Code.
Preise und Abrechnung
Scaleway nutzt ein Pay-as-you-go-Modell mit stundengenauer Abrechnung und monatlichen Obergrenzen, sodass Sie nur für die tatsächliche Nutzung zahlen, ohne eine monatliche Deckelung zu überschreiten. Diese Flexibilität passt zu Self-Hostern, die Instanzen für Tests oder saisonale Projekte hoch- und wieder herunterfahren. Da sich Tarife und Instanzfamilien weiterentwickeln, prüfen Sie die aktuellen Preise vor der Bestellung direkt auf der Scaleway-Website – das Stundenmodell mit planbaren Monatsobergrenzen bleibt aber ein durchgängiger Vorteil.
Leistung und Infrastruktur
Die Instanzen laufen auf moderner AMD-EPYC-x86-Hardware oder auf Arm-Kernen, mit SSD-Speicher und solider Netzwerkanbindung. Scaleway verzichtet zudem bei mehreren Diensten auf Egress-Gebühren, was für datenintensive selbst gehostete Workloads ein spürbarer Kostenfaktor ist. Für Web-Apps, Container-Stacks und kleine bis mittlere Datenbanken ist die Leistung verlässlich, und das Entwickler-Tooling ist ein echtes Plus.
Self-Hosting-Möglichkeiten
Sie erhalten vollen Root-Zugriff auf Standard-Linux-Instanzen, sodass Docker, Kubernetes und klassische Web-Stacks problemlos laufen. Die API und der Terraform-Provider machen es einfach, Deployments zu automatisieren, was Self-Hoster anspricht, die ihre Infrastruktur als Code behandeln. Community-Ressourcen wie r/selfhosted und awesome-selfhosted lassen sich direkt auf jede Scaleway-Instanz anwenden.
Für wen sich Scaleway eignet
Scaleway passt zu Self-Hostern, denen der Datenstandort innerhalb der Europäischen Union wichtig ist und die einen entwicklerorientierten Workflow schätzen. Wer Deployments mit Terraform automatisiert, beim Testen lieber stundenweise zahlt und die Wahl zwischen Arm- und x86-Instanzen haben möchte, findet hier ein passendes Angebot. Teams, die DSGVO-sensible Dienste aufbauen, profitieren von den klaren Zusagen zum Datenstandort, und die Dienste ohne Egress-Gebühren helfen, wenn Ihr Workload viele Daten bewegt. Wer dagegen einzig den niedrigsten Monatspreis für eine dauerhaft laufende Box sucht, findet bei einem preisfokussierten Anbieter meist ein günstigeres Angebot. Scaleway tauscht Tiefstpreise gegen Tooling, Flexibilität und Compliance – für viele, aber nicht alle Projekte ein sinnvoller Deal.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Europäischer Datenstandort mit EU-basierten Rechenzentren
- Wahl zwischen x86- und Arm-Instanzen
- Stundengenaue Abrechnung mit monatlichen Obergrenzen für mehr Flexibilität
- Starkes Entwickler-Tooling, API und Terraform-Unterstützung
- Keine Egress-Gebühren bei mehreren Diensten
Nachteile
- Die Grundpreise gehören nicht zu den günstigsten unter europäischen Budget-Hostern
- Manche Produktfamilien und Regionen haben zeitweise begrenzte Verfügbarkeit
- Am besten geeignet für Nutzer, die mit einer entwicklerorientierten Konsole vertraut sind
Fazit
Scaleway ist eine starke Wahl für Self-Hoster, die eine entwicklerfreundliche europäische Cloud mit echtem Datenstandort und flexibler Abrechnung suchen. Die Mischung aus x86- und Arm-Instanzen, solidem Tooling und Diensten ohne Egress-Gebühren macht den Anbieter vielseitig. Er ist nicht die absolute Schnäppchen-Option, aber für DSGVO-bewusste Projekte und Entwickler, die Automatisierung schätzen, lohnt sich Scaleway durchaus.
Zum Einordnen hilft ein direkter Vergleich: Lesen Sie unsere Tests zu Hetzner und Contabo sowie unsere Übersicht bester VPS in Europa. Den vollständigen VPS-Vergleich finden Sie unter /de/best/.
Frequently asked questions
Ist Scaleway für DSGVO-sensible Projekte geeignet?
Ja. Scaleway ist ein französisches Unternehmen und betreibt seine Rechenzentren innerhalb der Europäischen Union, was den Anbieter zu einer naheliegenden Wahl für Projekte mit EU-Datenstandort und DSGVO-Konformität macht. Daten innerhalb der EU nach europäischem Recht zu halten, ist eines der zentralen Verkaufsargumente für datenschutzbewusste Self-Hoster.
Bietet Scaleway Arm-Instanzen an?
Ja. Scaleway bietet sowohl x86-Instanzen auf AMD-EPYC-Hardware als auch Arm-basierte Instanzen. Arm-Kerne sind energieeffizient und kostengünstig für viele selbst gehostete Workloads, während x86 die breiteste Software-Kompatibilität bietet. Sie wählen die Architektur, die zu Ihren Anwendungen passt.
Wie schneidet Scaleway im Vergleich zu anderen europäischen Anbietern ab?
Scaleway punktet mit Entwicklererfahrung und Datenstandort statt mit dem absolut niedrigsten Preis. Wer niedrigere Grundpreise sucht, vergleicht am besten mit günstigeren Budget-Anbietern in Europa. Die Wahl hängt vor allem davon ab, ob Ihnen Tooling und Compliance oder der reine Preis wichtiger sind.